Kühlregale sind die wichtigsten Energieverbraucher im Einzelhandel und unterliegen deshalb strengen EU-Vorgaben zur Energieeffizienz. Die folgenden Maßnahmen senken Betriebskosten und CO₂-Emissionen.
1. Montage von Kühltüren – das „Schließen" eines offenen Regals
Die einfachste Nachrüstlösung ist der Einbau von Kühltüren an offenen Regalen. Ein so „geschlossenes" Regal kann den Energieverbrauch um bis zu 50% senken.
- die Verordnung (EU) 2019/2024 fordert die Einhaltung des Energieeffizienzindex (EEI),
- seit dem 1. September 2023 gelten verschärfte Schwellenwerte (z. B. EEI ≤ 80),
- der Einbau von Türen unterstützt die Ziele der EED-Richtlinie (2023/1791/EU),
- er entspricht den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft – Modernisierung statt Austausch.
2. Ökodesignkonforme Komponenten
- Elektromotoren der Klasse IE3 oder höher (VO EU 2019/1781, EN 60034-30-1),
- EC-Ventilatoren – höherer Wirkungsgrad, geringerer Verbrauch (VO EU 327/2011 / 2024/1834),
- Verflüssiger und Aggregate mit hohem COP (EN 13215),
- Verdichter zertifiziert nach EN 12900.
3. Hocheffiziente LED-Beleuchtung
LED-Module verbessern die Warenpräsentation und senken den Stromverbrauch. Sie sollten der VO 2019/2020 (Effizienz in lm/W), EN 62471 (photobiologische Sicherheit) sowie EN 60598 / EN 60335 entsprechen.
4. Dichtheit erhalten – Dichtungen, Türen, Hygiene
Dichtungen und Isolierung sind entscheidend, um die Temperatur zu halten und Verluste zu begrenzen.
- Dichtungen geprüft auf Alterung (EN 14285), Haltbarkeit und Dichtheit,
- Glastüren gemäß EN 12150 und EN 12600,
- Komponenten mit Lebensmittelkontakt gemäß VO EU 1935/2004 und EN 1672-2,
- selbstschließende Scharniere verhindern offen stehende Türen.
Regelmäßige Wartung – Reinigung des Verflüssigers, Prüfung von Dichtungen und Dichtheit – kann den Stromverbrauch um deutlich über zehn Prozent senken und Störungen vorbeugen.