Ventilatoren für Kälteanlagen – Bauarten, Aufbau und Auswahlkriterien

Ventilatoren für Kälteanlagen stehen oft im Schatten von Verdichtern, Verdampfern oder Verflüssigern. Zu Unrecht - denn obwohl ihre Aufgabe einfach erscheint, haben sie in der Praxis erheblichen Einfluss auf die Effizienz des Wärmeaustauschs, die Temperaturstabilität, den Geräuschpegel und die Betriebsbedingungen der gesamten Anlage.

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Ein falsch ausgewählter Ventilator kann die Leistung des Geräts einschränken, die Gleichmäßigkeit der Kühlung verschlechtern oder zu Problemen führen, die sich erst im täglichen Betrieb zeigen. Seine Auswahl sollte sich daher nicht allein auf Durchmesser, Versorgungsspannung oder Preis beschränken. Immer wichtiger wird die Möglichkeit, aus verschiedenen Konfigurationen von Ventilatoren, Motoren und Lüfterflügeln zu wählen, sodass sich die Komponente an die konkrete Anwendung anpassen lässt, statt lediglich den nächstbesten Ersatz zu wählen. Ebenso wichtig ist die Unterstützung durch erfahrene Ingenieure und technische Berater, zum Beispiel von AiFO Components, die bei jeder Fragestellung rund um die richtige Ventilatorauswahl für die jeweilige Anwendung weiterhelfen.

In diesem Artikel erklären wir, warum die Luftströmung in der Kältetechnik so wichtig ist, welche Ventilatortypen in Kälteanlagen eingesetzt werden und worin sie sich hinsichtlich Aufbau, Antrieb, Lagerung und Betriebsweise unterscheiden. Wir zeigen außerdem, worauf zu achten ist, um den Ventilator auf die tatsächlichen Betriebsbedingungen des Geräts auszulegen und nicht nur auf Katalogdaten.

Warum ist die erzwungene Luftströmung in der Kältetechnik entscheidend?

Das Funktionsprinzip einer Kälteanlage beruht auf der kontrollierten Aufnahme von Wärme aus dem gekühlten Raum und deren Abgabe außerhalb dieses Bereichs. Unabhängig davon, ob es sich um eine Kühlzelle, eine Kühltheke, eine Kühlvitrine, einen Kühltisch oder ein gastronomisches Gerät handelt, läuft der gesamte Prozess auf den Transport von Wärmeenergie aus dem Geräteinneren zum Verdampfer und anschließend vom Verflüssiger an die Umgebung hinaus.

In beiden Phasen spielt der Wärmeaustausch die entscheidende Rolle. Er kann durch Wärmeleitung, Strahlung und Konvektion erfolgen, in Kälteanlagen ist jedoch die erzwungene Konvektion von besonderer Bedeutung, also die durch den Ventilator erzeugte Luftbewegung. Sie vergrößert den Kontakt des Luftstroms mit der Oberfläche des Wärmetauschers und ermöglicht es, die Wärme auf der Verdampferseite effizienter aufzunehmen und auf der Verflüssigerseite wirksamer abzugeben.

In der Praxis kommt es nicht nur auf das Vorhandensein der Strömung an, sondern auch auf ihre Intensität, Richtung und Gleichmäßigkeit. Die Luft sollte die Bereiche erreichen, in denen der Wärmeaustausch stattfindet, und darf gleichzeitig weder Teile des gekühlten Raums umgehen noch Zonen mit eingeschränkter Zirkulation bilden. Besondere Bedeutung hat dies bei Geräten, in denen die Produkte auf mehreren Ebenen angeordnet sind, einen Teil der Strömung verdecken oder die Betriebsbedingungen je nach Beladungsgrad verändern.

Eine zu schwache Luftzirkulation im gekühlten Raum führt zu örtlichem Temperaturanstieg und ungleichmäßiger Kühlung der Produkte, eine zu schwache Strömung durch den Verflüssiger verschlechtert wiederum die Wärmeabgabe an die Umgebung. Eine zu intensive oder falsch ausgerichtete Strömung verursacht dagegen unnötige Geräusche, Austrocknen der Produkte sowie einen höheren Energieverbrauch.

Ventilatorbauarten in der Kältetechnik

In der Kältetechnik trifft man am häufigsten auf Axial- und Querstromventilatoren, in größeren Anlagen zudem auf industrielle Lösungen wie Axialturbinen. Gesondert zu betrachten sind Kompaktventilatoren – nicht als eigene Strömungsart, sondern als praktische Ausführungsform einer fertigen Ventilatorbaugruppe.

Axialventilatoren

Axialventilatoren gehören zu den am weitesten verbreiteten Lösungen in Kälteanlagen. Die Luft strömt in ihnen im Wesentlichen entlang der Drehachse des Laufrads. Diese Bauweise eignet sich überall dort, wo ein verhältnismäßig großer Luftvolumenstrom bei mäßigen Widerständen benötigt wird – deshalb werden Axialventilatoren am häufigsten an Verdampfern und Verflüssigern eingesetzt.

Ihre Vorteile sind der einfache Aufbau, die gute Verfügbarkeit sowie eine große Auswahl an Varianten hinsichtlich Durchmesser, Leistung, Drehzahl und Spannungsversorgung. Ein Axialventilator eignet sich gut dort, wo die Luft durch einen Wärmetauscher gefördert oder ohne aufwendiges Kanalsystem in eine bestimmte Richtung geleitet werden soll. Bei Modernisierungsprojekten ist die Verfügbarkeit sowohl kompletter Baugruppen als auch einzelner Komponenten wichtig, da dies den Service erleichtert und die Stillstandszeit des Geräts verkürzt – solche Komponenten sind bei renommierten europäischen Lieferanten wie AiFO Components erhältlich.

Kompaktventilatoren

Kompaktventilatoren sind integrierte Baugruppen, bei denen Motor, Laufrad, Gehäuse, Montagerahmen oder Schutzgitter ein fertiges Modul bilden. Ihr Vorteil liegt in der einfacheren Anwendung auf begrenztem Bauraum, der reproduzierbaren Montage und dem geringeren Risiko einer fehlerhaften Kombination der Einzelteile. Solche Lösungen bewähren sich in Geräten, bei denen es auf schnellen Einbau, Servicefreundlichkeit und ein vorhersehbares Betriebsverhalten ankommt.

Querstromventilatoren (Cross-Flow)

Die zweite wichtige Gruppe bilden Querstromventilatoren, auch als Cross-Flow-Ventilatoren bezeichnet. Ihre Konstruktion beruht auf einem langgestreckten Laufrad, mit dem sich ein breiter und verhältnismäßig gleichmäßiger Luftstrom bei kompakter Bauweise erzielen lässt. Dadurch eignen sie sich gut für Kühltheken, Kühlvitrinen und Kühltische, in denen der Konstrukteur eine wirksame Zirkulation mit sehr wenig Bauraum für Komponenten vereinbaren muss.

In solchen Anwendungen geht es nicht immer darum, punktuell einen möglichst großen Volumenstrom zu erreichen. Häufig ist es wichtiger, dass sich der Ventilator bequem in die Gerätekonstruktion integrieren lässt und eine stabile Zirkulation ohne aufwendiges Kanalsystem erreicht wird. Ein Querstromventilator erleichtert dank seiner Geometrie die Luftführung entlang einer längeren Arbeitszone – was besonders dort von Vorteil ist, wo sich das Produkt auf einer größeren Präsentationsfläche befindet oder wo es darauf ankommt, örtliche Temperaturunterschiede zu begrenzen.

Axialturbinen in der industriellen Kältetechnik

In größeren Kälteanlagen, insbesondere in der Industrie, kommen Axialturbinen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Lösungen für größere Volumenströme, andere Druckbereiche und den Betrieb unter anspruchsvolleren Bedingungen. Sie ermöglichen es, große Luftmengen wirksam durch Wärmetauscher, Kanäle oder komplexe Strömungssysteme zu fördern und dabei eine kontrollierte Strömungsrichtung beizubehalten. Sie bewähren sich dort, wo hohe Leistung, mechanische Robustheit und ein stabiler Betrieb bei erhöhter Belastung entscheidend sind.

Die Wahl der Ventilatorbauart sollte sich aus der Funktion ergeben, die er im konkreten System erfüllen soll. Ein Verflüssiger, der Wärme an die Umgebung abgibt, verlangt eine andere Lösung als ein Verdampfer in einer Kühlzelle, ein System mit höheren Strömungswiderständen wiederum eine andere als ein Kühlmöbel, bei dem es auf gleichmäßige Zirkulation und einen praktischen Einbau auf begrenztem Raum ankommt. In jedem Fall lohnt es sich, den Ventilator im Kontext der gesamten Anwendung zu betrachten und nicht nur als Ersatzteil mit ähnlichen Abmessungen.

Aufbau eines Kälteventilators – woraus besteht die Baugruppe?

Die Unterschiede zwischen den Ventilatortypen ergeben sich nicht allein aus der Art der Luftführung. Große Bedeutung haben die Konstruktion der einzelnen Bauteile und ihr Zusammenwirken im jeweiligen Gerät. Unabhängig vom Typ ist ein Kälteventilator eine Baugruppe aus mehreren Teilen, die für die Erzeugung, Ausrichtung und Aufrechterhaltung der Luftströmung verantwortlich sind.

Motor

Grundelement ist der Motor, der das Drehmoment erzeugt und das Laufrad antreibt. Von seiner Konstruktion hängen Leistungsaufnahme, Drehzahl, Regelbarkeit, Ansteuerung und die Energieeffizienz der gesamten Baugruppe ab. In der Praxis trifft man sowohl auf klassische AC-Motoren, die mit Wechselstrom betrieben werden, als auch auf modernere, elektronisch geregelte EC-Motoren.

Laufrad und Lüfterflügel

Die Konstruktion des Laufrads bestimmt, auf welche Weise die Luft in Bewegung versetzt wird. Bei Axialventilatoren hat es meist die Form eines Flügelrads, bei Querstromventilatoren die einer langgestreckten Trommel mit entsprechend geformten Schaufeln. Bei Lüfterflügeln sind vor allem Durchmesser, Flügelanzahl, Profil, Anstellwinkel, Werkstoff und Drehrichtung von Bedeutung. Diese Parameter beeinflussen zugleich Förderleistung, Leistungsaufnahme, Geräuschpegel und Motorbelastung – deshalb kann bereits der Wechsel des Lüfterflügels bei gleichem Antrieb das Verhalten der gesamten Baugruppe deutlich verändern. Aus diesem Grund lohnt sich ein Lieferant mit einem Programm verschiedener Flügel- und Motorvarianten ab eigenem Lager, wie es bei AiFO Components der Fall ist.

Strömungsrichtung: saugender oder blasender Ventilator?

Entscheidend ist nicht nur, wie viel Luft der Ventilator fördert, sondern auch, in welche Richtung die Strömung verläuft. Je nach Flügelkonstruktion, Drehrichtung und Einbauweise kann ein Ventilator saugend oder blasend arbeiten – er saugt die Luft durch den Wärmetauscher an oder bläst sie in dessen Richtung. Beide Varianten können richtig sein, sofern sie der Gerätekonstruktion und der Geometrie des Strömungssystems entsprechen. Eine falsch gewählte Richtung kann den Wärmeaustausch selbst dann beeinträchtigen, wenn Durchmesser, Spannung und Leistung den Anforderungen der Anwendung zu entsprechen scheinen.

Schutzgitter, Rahmen und Abdeckungen

Führende und schützende Bauteile – Abdeckungen, Rahmen, Düsenringe, Schutzgitter – schützen den Anwender und den Ventilator vor mechanischer Beschädigung, beeinflussen aber auch die Luftführung. In einem gut konstruierten Gerät ist das Schutzgitter kein zufälliges Zubehör, sondern Bestandteil des Strömungssystems. Seine Form, der Abstand zum Lüfterflügel und die Art der Montage können die Laufruhe des Ventilators verbessern oder im Gegenteil Widerstände und Geräusche erhöhen.

Lagerung und Einbaulage

Die Lagerung sorgt für einen stabilen und dauerhaften Lauf der rotierenden Teile. Die Lagerbauart beeinflusst die Lebensdauer des Ventilators, die zulässige Einbaulage, die Belastbarkeit, den Temperaturbereich sowie das Verhalten der Komponente im Dauerbetrieb. Ein Ventilator kann waagerecht, senkrecht oder geneigt montiert werden, jedoch ist nicht jede Konstruktion für alle Einbaulagen gleich gut geeignet. In Kälteanlagen ist dies besonders wichtig, da die Komponenten bei niedrigen Temperaturen, wechselnder Luftfeuchtigkeit, Vibrationen, in der Nähe von Wärmetauschern und mitunter unter zeitweiser Vereisung arbeiten. Erfahrene technische Vertriebsberater, etwa von AiFO Components, achten bereits bei der Auslegung auf diese Parameter – eine falsch gewählte Ausführung kann selbst die Lebensdauer eines korrekt ausgelegten Motors verkürzen.

Zwei Modelle mit ähnlichen Abmessungen können sich in Geräuschpegel, Lebensdauer, Strömungskennlinie und der Fähigkeit unterscheiden, Widerstände in einer konkreten Einbausituation zu überwinden. Deshalb sollte ein Ventilator als Baugruppe zusammenwirkender Bauteile betrachtet werden und nicht als Einzelteil mit einem bestimmten Durchmesser und einer bestimmten Spannung.

Die wichtigsten Auswahlparameter für einen Kälteventilator

Bei der Auswahl eines Ventilators sollte man nicht nur auf die elektrischen Daten achten, sondern auch auf die Parameter, die sein Verhalten im Strömungssystem beschreiben:

  • Förderleistung – der Luftvolumenstrom, meist in m³/h angegeben. Er gibt an, wie viel Luft der Ventilator unter bestimmten Bedingungen fördern kann, reicht für sich genommen aber nicht aus, um die Richtigkeit der Auswahl zu beurteilen.
  • Statischer Druck – die Fähigkeit, Strömungswiderstände zu überwinden. Im realen Gerät trifft die Luft auf Widerstände von Wärmetauscher, Abdeckungen, Schutzgittern, Kanälen, Filtern und Querschnittsverengungen. Ein Ventilator mit hoher Katalogleistung, aber zu geringem statischem Druck, kann nach dem Einbau den erwarteten Volumenstrom möglicherweise nicht liefern.
  • Weitere Parameter – Drehzahl, Leistungsaufnahme, Schalldruckpegel, Schutzart IP, Betriebstemperaturbereich, Isolationsklasse sowie die Art der Ansteuerung.

Mit steigendem Strömungswiderstand verschiebt sich der Betriebspunkt des Ventilators, und der erreichte Luftvolumenstrom kann deutlich von dem für freie Ausblasung angegebenen Wert abweichen. Aus konstruktiver Sicht bedeutet dies, dass ein Ventilator für die konkrete Einbausituation ausgelegt werden muss und nicht allein anhand von Katalogwerten. Deshalb lohnt es sich, einen Lieferanten mit einem breiten Variantenportfolio zu wählen – so lässt sich die Lösung an das System anpassen, statt das System an die verfügbare Komponente.

AC- oder EC-Motor – welchen Ventilatorantrieb wählen?

Eines der wichtigsten Auswahlkriterien ist die Antriebsart. Auf den ersten Blick erfüllen AC- und EC-Motoren dieselbe Funktion – sie treiben das Laufrad an und erzeugen die Luftströmung. Die Unterschiede zeigen sich in der Betriebsweise, der Energieeffizienz, den Regelungsmöglichkeiten und im Verhalten während des Dauerbetriebs.

Ventilatoren mit AC-Motor

AC-Motoren (Wechselstrommotoren) sind die klassische Lösung, die seit Jahren in der Kältetechnik eingesetzt wird. Ihre Vorteile sind der einfache Aufbau, die gute Verfügbarkeit und der günstige Preis. In Standardanwendungen, in denen das Gerät keine anspruchsvolle Drehzahlregelung benötigt, kann ein AC-Ventilator nach wie vor völlig ausreichend sein – insbesondere in einfacheren Systemen mit konstanten Betriebsbedingungen sowie dort, wo einfacher Service und ein wirtschaftlicher Komponentenaustausch Priorität haben.

Die Einfachheit bringt jedoch Einschränkungen mit sich: Die Drehzahlregelung ist weniger flexibel und die Energieeffizienz im Dauerbetrieb kann geringer ausfallen. In typischen Systemen läuft ein AC-Ventilator mit einer festen Grunddrehzahl, sodass sich die Kennlinie im Wesentlichen nur über Flügeldurchmesser, Flügelanzahl und Anstellwinkel beeinflussen lässt. Bei Geräten, die viele Stunden am Tag laufen, wird der Unterschied im Energieverbrauch nicht nur für die Betriebskosten relevant, sondern auch für die Betriebstemperatur der Komponenten und die Laufruhe des Geräts.

Ventilatoren mit EC-Motor

EC-Motoren (elektronisch kommutiert) verbinden die Konstruktion eines bürstenlosen Motors mit einer Steuerelektronik. Dadurch erreichen EC-Ventilatoren einen höheren Wirkungsgrad, laufen leiser und passen ihre Drehzahl besser an den aktuellen Bedarf des Geräts an – was besonders in modernen Systemen wichtig ist, in denen es auf einen geringeren Energieverbrauch und einen stabilen Betrieb unter wechselnden Bedingungen ankommt.

Ein Vorteil des EC-Antriebs sind die erweiterten Steuerungsmöglichkeiten: Die Drehzahl lässt sich stufig (feste Stufen) oder stufenlos regeln, zum Beispiel über ein PWM- oder 0-10-V-Signal. Der Ventilator kann auf ein Signal des Reglers reagieren oder seinen Betrieb an die Bedingungen im Gerät anpassen. So lassen sich Situationen vermeiden, in denen der Ventilator ohne Notwendigkeit mit voller Leistung läuft – was Energieverbrauch, Geräusche und die Belastung der Komponenten reduziert. Ausgewählte Ausführungen ermöglichen zudem eine Umkehr der Drehrichtung, was zusätzliche Anwendungsflexibilität bietet (stets anhand der Dokumentation des jeweiligen Modells zu prüfen).

Ein EC-Ventilator ist jedoch nicht immer die einzig richtige Wahl. Er ist teurer, komplexer und erfordert eine korrekte elektrische Auslegung sowie den Schutz der Elektronik vor Temperatur, Feuchtigkeit, Verschmutzung und Schwankungen der Spannungsqualität. In einfacheren Anwendungen bleibt ein AC-Ventilator technisch und wirtschaftlich eine vernünftige Lösung.

Betriebskosten – der reale Unterschied zwischen AC und EC

In der Kältetechnik laufen Ventilatoren häufig ununterbrochen viele Stunden am Tag, weshalb sich Unterschiede in Wirkungsgrad und Regelung auf die Gesamtbetriebskosten des Geräts auswirken und nicht nur auf den Preis der Komponente. Ein Vergleich der jährlichen Betriebskosten bei Dauerbetrieb von acht Motoren, die mit demselben Lüfterflügel arbeiten, zeigt, dass die Wahl des Antriebs nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich von Bedeutung ist. Hilfreich für einen solchen Vergleich ist der Zugriff auf die Betriebskennlinien der Ventilatorbaugruppen – zum Beispiel der Katalog von AiFO Components, der die für eine korrekte Auslegung erforderlichen Daten an einer Stelle bündelt.

Wenn Einfachheit, niedrige Anschaffungskosten und eine leichte Verfügbarkeit von Ersatzteilen im Vordergrund stehen, ist ein AC-Ventilator häufig ausreichend. Wenn das Gerät lange, leise, energieeffizient und unter wechselnden Lastbedingungen arbeiten soll, lohnt es sich, einen EC-Ventilator in Betracht zu ziehen.

Zusammenfassung

Ein Ventilator in einer Kälteanlage ist mehr als nur das Bauteil, das für die Luftbewegung sorgt. Er ist Teil des Systems, der beeinflusst, wie Wärme aufgenommen und abgegeben wird – und damit auch die Betriebsstabilität des gesamten Geräts. Seine Auswahl sollte sich aus den Bedingungen der konkreten Anwendung ergeben: Art des Wärmetauschers, Einbaugeometrie, erwarteter Volumenstrom, Luftwiderstände, zulässiger Geräuschpegel, Art der Ansteuerung und die voraussichtliche Betriebsdauer.

Ebenso wichtig ist es, den Ventilator als Baugruppe zusammenwirkender Bauteile zu betrachten: Motor, Laufrad, Schutzgitter, Montageart und Lagerung bestimmen gemeinsam das Verhalten der Komponente unter realen Bedingungen. Deshalb ist ein Ventilator, der einem anderen Modell ähnlich sieht, nicht immer dessen korrekter Ersatz.

Die Wahl zwischen AC und EC sollte nicht als einfacher Vergleich nach dem Muster „besser – schlechter“ verstanden werden. AC-Motoren bewähren sich weiterhin gut in Standardanwendungen, EC-Lösungen punkten dort, wo Energieeffizienz, Drehzahlregelung, ein niedrigerer Geräuschpegel und ein langer Dauerbetrieb zählen. Im Zweifelsfall lohnt es sich, die Anforderungen der Anwendung mit einem erfahrenen technischen Vertriebsberater von AiFO Components zu besprechen, der beim Vergleich der verfügbaren Varianten hilft und die Lösung findet, die den Anforderungen des Geräts am besten entspricht.

Ein richtig ausgelegter Ventilator sorgt für einen vorhersehbaren, stabilen und effizienten Betrieb des Kältesystems. Ein falsch ausgelegter wird zur Quelle von Problemen, die beim Kauf unsichtbar sind, sich in der Praxis aber auf Leistung, Energieverbrauch und Zuverlässigkeit des Geräts auswirken. Deshalb sollte die Ventilatorauswahl als konstruktive Entscheidung behandelt werden und nicht als Auswahl eines einzelnen Teils aus dem Katalog.

FAQ – häufige Fragen zu Kälteventilatoren

Welche Ventilatoren werden in Kälteanlagen eingesetzt?

Am häufigsten Axialventilatoren (an Verdampfern und Verflüssigern), Querstromventilatoren vom Typ Cross-Flow (in Kühltheken, Kühlvitrinen und Kühltischen) sowie – in der industriellen Kältetechnik – Axialturbinen für große Volumenströme. Eine eigene Ausführungskategorie sind Kompaktventilatoren, also fertige Baugruppen aus Motor, Laufrad und Gehäuse, die für einen schnellen Einbau vorbereitet sind.

Worin unterscheidet sich ein Axialventilator von einem Querstromventilator (Cross-Flow)?

Bei einem Axialventilator strömt die Luft entlang der Drehachse des Laufrads – eine Lösung für große Volumenströme bei mäßigen Widerständen, zum Beispiel durch einen Wärmetauscher. Ein Querstromventilator hat ein langgestrecktes Trommellaufrad und liefert einen breiten, gleichmäßigen Luftstrom bei kompakter Bauweise; deshalb eignet er sich dort, wo die Luft über eine große Breite gleichmäßig verteilt werden muss und der Einbauraum begrenzt ist.

Ventilator mit AC- oder EC-Motor – welchen soll man wählen?

Ein AC-Ventilator ist einfacher, günstiger und leicht verfügbar – er genügt in Systemen mit konstanten Betriebsbedingungen, in denen keine Drehzahlregelung erforderlich ist. Ein EC-Ventilator bietet einen höheren Wirkungsgrad, einen leiseren Lauf und eine stufenlose Drehzahlregelung (z. B. PWM oder 0-10 V), was sich in Geräten lohnt, die viele Stunden am Tag und unter wechselnden Lastbedingungen arbeiten. Die Entscheidung sollte sich aus den Betriebskosten des Geräts über die gesamte Nutzungsdauer ergeben, nicht nur aus dem Kaufpreis.

Was ist der statische Druck eines Ventilators und warum ist er wichtig?

Der statische Druck ist die Fähigkeit des Ventilators, Strömungswiderstände zu überwinden – von Wärmetauscher, Abdeckungen, Schutzgittern, Kanälen und Querschnittsverengungen. Ein Ventilator mit hoher Katalogleistung, aber zu geringem statischem Druck, liefert nach dem Einbau im Gerät möglicherweise nicht den erwarteten Luftstrom, weil sich sein Betriebspunkt mit steigenden Systemwiderständen verschiebt.

Spielt die Einbaulage des Ventilators eine Rolle?

Ja. Nicht jede Konstruktion und nicht jede Lagerbauart ist für den waagerechten, senkrechten oder geneigten Betrieb geeignet. Eine von den Herstellerangaben abweichende Einbaulage kann selbst die Lebensdauer eines korrekt ausgelegten Motors verkürzen – insbesondere unter den für Kälteanlagen typischen Bedingungen mit niedrigen Temperaturen, Feuchtigkeit, Vibrationen und zeitweiser Vereisung.

Was ist ein saugender und was ein blasender Ventilator?

Ein saugender Ventilator saugt die Luft durch den Wärmetauscher an, ein blasender bläst sie in dessen Richtung. Beide Varianten sind korrekt, sofern sie der Gerätekonstruktion und der Geometrie des Strömungssystems entsprechen. Eine falsche Strömungsrichtung kann den Wärmeaustausch selbst bei übereinstimmenden elektrischen Parametern beeinträchtigen.

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