Es geht nicht nur um die Temperatur
Aus Sicht des Konstrukteurs ist das Erreichen der vorgegebenen Kammertemperatur eine notwendige, aber nicht ausreichende Voraussetzung. Eine hinreichende Bedingung ist die gleichmäßige Temperaturverteilung im gesamten Kammervolumen – genau diese ist entscheidend für die Qualität der Lebensmittellagerung, die Einhaltung der HACCP-Vorschriften und die Anzahl der Reklamationen. Eine Ungleichmäßigkeit in der Größenordnung von 2–3 °C kann zu lokalem Bakterienwachstum, ungleichmäßiger Kühlung der Produkte und Kondenswasserbildung führen.


In der industriellen Praxis kommen drei Konzepte für den Aufbau von Kühlsystemen zum Einsatz. Sie unterscheiden sich grundlegend in der Art und Weise, wie die Luft im Inneren der Kammer verteilt wird – und genau dieser Parameter bestimmt maßgeblich ihre Eignung.
Version 1 – Klassisches Layout aus einzelnen Komponenten
Der Hersteller entwirft und fertigt das komplette System von Grund auf: Auswahl des Kompressors, der Wärmetauscher und des Expansionsventils, Löten, Evakuieren, Befüllen mit Kältemittel, Einrichtung der Steuerungsanlage und Inbetriebnahme. Erforderlich ist ein Team aus Ingenieuren und Produktionsmitarbeitern, das sich unter anderem aus Kältetechnik-Konstrukteuren sowie zertifizierten F-Gas-Kältetechnikern zusammensetzt.

Vorteile: maximale Gestaltungsflexibilität, höchstes Potenzial zur Energieoptimierung, ideale Anpassung an Sondermaße und spezielle Anforderungen.
Wesentliche Einschränkung: Die Luftverteilung im Inneren der Kammer hängt ausschließlich von der Konstruktion des Herstellers ab. Fehler bei der Anordnung des Verdampfers oder der Ventilatoren führen zu Totzonen und thermischen Asymmetrien. Das Erreichen einer guten Temperaturverteilung erfordert umfangreiche Erfahrung und individuelle Tests für jedes einzelne Projekt.
Anwendungsbereiche: Kleinserienprojekte, Premium-Projekte und Sonderanfertigungen sowie Hersteller, die über ein erfahrenes Team von Kältetechnikern verfügen.
Version 2 – Halbmodulares System (fertiger Lüfterkühler + Aggregat)
Der Hersteller des Tisches verwendet einen werkseitig optimierten Lüfterkühler – ein Beispiel hierfür ist AiFO PLP-490C aus dem Sortiment an Komponenten für Kühlmöbel sowie ein fertiges Kondensatoraggregat. Die Kühlanschlüsse, die Evakuierung, die Befüllung mit Kältemittel sowie die Installation der Steuerung werden vom Hersteller des Tisches vorgenommen; ingenieurtechnische Kompetenzen im Bereich der Kältetechnik sowie im Umgang mit F-Gasen sind weiterhin erforderlich.

Vorteile: kürzere Entwicklungszeit, gute Konfigurationsflexibilität, höhere Wiederholgenauigkeit als bei einem Faltdesign.
Der entscheidende Vorteil gegenüber Version 1 – der Luftstrom: Die fertigen AiFO-Lüfterkühler werden mit Blick auf eine gleichmäßige Luftverteilung und ein optimales Strömungsprofil konstruiert. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, die Temperaturverteilung für jede einzelne Konfiguration individuell zu testen, und der Hersteller des Tisches kann sich auf die dokumentierten Leistungsmerkmale der Komponente verlassen.
Anwendungsbereich: Serienfertigung unter Wahrung der Konfigurationsflexibilität; der optimale Kompromiss für die meisten Hersteller.
Version 3 – AiFO-Zentralmonoblock
Der Monoblock ist ein werkseitig geschlossenes Modul, das in einem Gehäuse ein komplettes Kühlsystem enthält: Kompressor, Verdampfer, Kondensator, Expansionsventil, Ventilatoren, Steuerungsautomatik und Kondensatverdampfungssystem. Der Hersteller des Tisches baut das Modul ein und schließt die Stromversorgung an – ohne Löten, Evakuieren, Befüllen mit Kältemittel oder die Durchführung elektrischer Installationsarbeiten.

AiFO produziert zentrale Monoblöcke für Kühltische (Serie MBP-STC) in den Ausführungen „Kühl“ (HBP, +2 °C / +8 °C) und „Tiefkühl“ (LBP, -25 °C / -15 °C) in verschiedenen Größen, die auf Kammervolumina von 400 bis 700 Litern abgestimmt sind. Die Standardmodelle MBP-STC-H400.SA, MBP-STC-H450.SA, MBP-STC-H550.SA und MBP-STC-H700.SA werden mit einer Spannung von 220–240 V / 50 Hz betrieben und verfügen über eine konventionelle Abtaufunktion. Das Tiefkühlmodell MBP-STC-L400.SA ist mit einer Heißgas-Abtaufunktion ausgestattet.
Wichtige technische Merkmale:
- Gehäuse aus Edelstahl, korrosionsbeständig und leicht zu reinigen
- Kompressoren und Komponenten von führenden Herstellern: EMBRACO, SECOP, FERROCOIL, DIXELL, SANHUA
- Langzeittests in der Klimakammer – 100 % der Bauteile werden im Produktionsprozess geprüft
- Standard-Anschlusskabel, 3 m; Temperaturregelung über den im Lieferumfang enthaltenen, werkseitig voreingestellten Thermostat
- ein Gerät, das mit einer Reihe von Sensoren ausgestattet ist
- Schnelle Lieferung ab dem eigenen Lager des Herstellers im Herzen Europas (Bochnia, Polen)
Ein entscheidender technischer Vorteil – optimaler Luftstrom:
Die zentrale Anordnung gewährleistet eine symmetrische „Top“-Luftzufuhr – die Luft wird gleichmäßig von der Mitte der Kammer aus verteilt, wobei die Strömungswege gleich lang sind. Dadurch werden ungleichmäßige Temperaturverteilungen im Lagerraum des Tisches sowie tote Zonen vermieden, wodurch unter den verfügbaren Konzepten die optimalste Temperaturverteilung erreicht wird. Dies führt unmittelbar zu höchster Lagerqualität, einer einfachen Erfüllung der HACCP-Anforderungen und einer Reduzierung von Reklamationen.
Wann ist die Anwendung angezeigt:
Serien- und Massenfertigung, OEM; Prioritäten: Reproduzierbarkeit, Skalierbarkeit und höchste Qualität der Temperaturverteilung, ohne dass entsprechende technische Ressourcen im Bereich der Kältetechnik sowie Produktionskapazitäten im Bereich der F-Gase erforderlich sind.
Abschließende Schlussfolgerungen für Planer und Konstrukteure
In der modernen Gastronomie-Kältetechnik ist die Nennkühlleistung nicht mehr das ausschlaggebende Kriterium für die Wahl des Anlagekonzepts. Entscheidend sind Parameter, die in der Planungsphase schwerer zu messen sind: die Gleichmäßigkeit der Temperaturverteilung, die Qualität des Luftströmungsprofils und die Regenerationsgeschwindigkeit nach dem Öffnen der Tür.
Die klassische Faltkonstruktion bleibt die optimale Lösung für Kleinserien, Sonderanfertigungen und Premium-Produkte – vorausgesetzt, es steht ein erfahrenes Team zur Verfügung. Ihr Nachteil ist, dass der Luftstrom vollständig von der Qualität der Konstruktion abhängt.
Das halbmodulare System mit dem vorgefertigten AiFO-Lüfterkühler bietet ein gutes Verhältnis von Aufwand zu Ergebnis: verkürzte Inbetriebnahmezeit, sehr gute Temperaturverteilung und eine höhere Wiederholgenauigkeit als bei einem zusammenbaubaren System.
Der AiFO-Zentralmonoblock (MBP-STC-Serie) ist die effizienteste Lösung für die Serienfertigung. Die symmetrische zentrale Luftzufuhr, hochwertige Komponenten, das Kältemittel R290 sowie die Lieferung ab eigenem Lager in Polen machen ihn zu einer idealen Antwort auf den Mangel an spezialisierten Ingenieuren und Kältetechnikern – ohne Abstriche bei der Qualität. Wie der Hersteller angibt, kann das neue Gerät innerhalb eines Monats auf den Markt gebracht werden.
Eine gleichmäßige Luftzirkulation und Temperaturstabilität – und nicht die Nennkühlleistung allein – entscheiden in der Praxis über die Qualität eines professionellen Gastronomiegeräts.
Weitere Informationen zu zentralen und seitlichen Monoblöcken für Kühltische sowie zu Lüfterkühlern für halbmodulare Systeme finden Sie im AiFO-Produktkatalog und auf der Website aifo.pl/monoblocks.